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Technik

Kipper (Muldenkipper)

Auch: Dreiseitenkipper, Muldenkipper, Anhänger

Der Kipper ist der zentrale Transportanhänger der Landwirtschaft, hydraulisch kippbar — als Dreiseitenkipper nach hinten und zu beiden Seiten.

Der Kipper ist die wichtigste Transporteinheit im landwirtschaftlichen Betrieb. Der Dreiseitenkipper kann nach hinten und zu beiden Seiten abkippen, der Hinterkipper nur nach hinten — dafür ist er günstiger und bei großen Nutzlasten stabiler.

Nutzlastklassen:

  • 8 t — Einachser für kleinere Betriebe, ab etwa 80 PS.
  • 12 bis 16 t — Tandem, der Standard mittlerer Betriebe, ab etwa 130 PS.
  • 18 bis 24 t — Tandem oder Tridem für Großbetriebe, ab etwa 180 PS.
  • über 24 t — Lohnunternehmen und Erntelogistik.

Bauweise:

  • Mulde aus Stahl oder Aluminium; Aluminium spart mehrere hundert Kilogramm Eigengewicht.
  • Achsen — Einzelachse, Tandem oder Tridem; ab drei Achsen meist mit Zwangs- oder Nachlauflenkung, die den Reifenverschleiß und die Narbenschäden im Grünland deutlich mindert.
  • Bremsen — Druckluft ist ab mittleren Nutzlasten Standard; für Straßenfahrten über 40 km/h sind zusätzliche Anforderungen zu erfüllen.
  • Hydraulik — Kippzylinder sowie Bedienung von Bordwänden und Rückwand.

Einsatz: Abfuhr von Getreide vom Mähdrescher, Transport von Silage, Hackfrüchten, Dünger und Kalk sowie Erd- und Schüttguttransport.

Wichtige Hersteller: Krampe, Fliegl, Brantner, Joskin, Strautmann, Hawe, Annaburger.

‼️ Zur Straßenzulassung: Maßgeblich sind das zulässige Gesamtgewicht, die Stützlast der Anhängung und die bauartbedingte Höchstgeschwindigkeit (25, 40 oder 60 km/h). Ein überladener Kipper ist der häufigste Beanstandungsgrund bei Kontrollen — und bei einem Unfall entfällt der Versicherungsschutz.

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