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Pflanzenschutz

Weiße Fliege

Auch: Trialeurodes vaporariorum, Gewächshausmottenschildlaus

Die Weiße Fliege saugt an Blattunterseiten, verschmutzt die Pflanze mit Honigtau und überträgt Viren — vor allem im Gewächshaus.

Die Gewächshausmottenschildlaus *Trialeurodes vaporariorum* ist ein etwa zwei Millimeter großes, weiß bestäubtes Insekt, das bei Berührung der Pflanze in Wolken auffliegt. Sie saugt an Blattunterseiten; alle Stadien vom Ei über die festsitzenden Larven bis zur Puppe sitzen dort dicht beieinander.

Der Schaden hat drei Ebenen. Das Saugen selbst schwächt die Pflanze. Der ausgeschiedene Honigtau verklebt die Blätter und wird von Rußtaupilzen besiedelt, die die Photosynthese blockieren und die Ware unverkäuflich machen. Und die Tiere übertragen Viren, was bei Tomate und Gurke der wirtschaftlich schwerste Punkt ist.

Warum sie so hartnäckig ist: Im beheizten Gewächshaus fehlt die Winterpause, sodass sich Generation um Generation ohne Unterbrechung aufbaut. Zugleich sitzen alle Stadien gleichzeitig auf der Pflanze, und die wachsbedeckten Puppen sind von Kontaktmitteln kaum zu erreichen — eine einzelne Behandlung erwischt nie den ganzen Befall. Resistenzen sind entsprechend weit verbreitet.

Der biologische Weg ist im Unterglasanbau längst Standard und der Chemie überlegen. Die Schlupfwespe *Encarsia formosa* parasitiert die Larven; die parasitierten Puppen färben sich schwarz und sind so leicht zu kontrollieren. Ergänzt wird sie durch die Raubwanze *Macrolophus pygmaeus*. Wichtig ist der frühe Einsatz bei geringem Befall — bei einer bereits ausgebrochenen Massenvermehrung kommen die Nützlinge nicht mehr hinterher. Gelbtafeln dienen der Überwachung, nicht der Bekämpfung.

Häufige Fragen

Wie bekämpft man die Weiße Fliege?

Im Gewächshaus am wirksamsten biologisch mit der Schlupfwespe Encarsia formosa, eingesetzt früh und bei noch geringem Befall.

Welche Pflanzen befällt die Weiße Fliege?

Vor allem Tomate, Gurke, Paprika und Zierpflanzen im Gewächshaus, im Sommer auch Freilandkulturen.

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