Silomais
Silomais wird als ganze Pflanze geerntet — Kolben, Stängel und Blätter — noch unreif gehäckselt und siliert. Das wichtigste Grundfutter der Rinderhaltung und ein Hauptsubstrat der Biogaserzeugung.
Silomais wird als Ganzpflanze geerntet, im Unterschied zum Körnermais, bei dem nur das Korn gedroschen wird. Er ist das wichtigste Grundfutter in der Rinderhaltung und zugleich das meistgenutzte Substrat in Biogasanlagen.
Anbau:
- Saat: Ende April bis Mitte Mai, sobald der Boden in 5 cm Tiefe etwa 8 bis 10 °C erreicht.
- Saatstärke: 85 000 bis 110 000 Körner/ha.
- Düngung: 150 bis 200 kg N/ha, dazu Phosphat und Kalium; Mais verwertet organische Dünger besonders gut, Gülle und Gärreste decken einen großen Teil des Bedarfs.
- Pflanzenschutz: Vorauflauf gegen keimende Unkräuter, bei Bedarf Nachauflauf; regional Bekämpfung des Maiszünslers mit Trichogramma-Schlupfwespen oder Insektiziden.
- Ernte: Mitte September bis Oktober bei 32 bis 35 % Trockenmasse der Gesamtpflanze — das ist das Fenster für eine stabile Silierung.
Erträge: 40 bis 60 t Frischmasse je Hektar, entsprechend 14 bis 20 t Trockenmasse.
Ernte und Silierung:
- Selbstfahrender Feldhäcksler (Claas Jaguar, John Deere 8000/9000, New Holland FR, Krone BiG X) — er häckselt, bricht das Korn im Corncracker auf und bläst das Gut auf den Transportwagen.
- Häcksellänge 6 bis 20 mm je nach Trockenmasse und Verwendung.
- Silo — das Gut wird im Fahrsilo in dünnen Schichten verteilt und intensiv verdichtet; entscheidend ist der Luftabschluss, weil jede verbleibende Luft zu Nacherwärmung und Verlusten führt.
- Abdeckung mit Unterzieh- und Silofolie, beschwert mit Sandsäcken oder Reifen.
- Gärung über vier bis sechs Wochen zu einem stabilen, milchsauren Futter.
Das Kornaufschließen ist qualitätsentscheidend: Nicht aufgebrochene Körner werden vom Rind unverdaut ausgeschieden — die Kontrolle des Häckselguts während der Ernte gehört deshalb zur Routine.