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Präzisionslandwirtschaft

Elektrische Leitfähigkeit des Bodens (EC)

Auch: EC-Wert, Bodenleitfähigkeit, Bodenscan

Die elektrische Leitfähigkeit des Bodens wird flächendeckend gemessen und dient als Stellvertretergröße für Tongehalt und Wasserhaltevermögen.

Die elektrische Leitfähigkeit beschreibt, wie gut der Boden Strom leitet. Gemessen wird sie flächendeckend im Fahren, entweder mit erdberührten Messrädern oder berührungslos elektromagnetisch, oft in zwei Tiefenstufen gleichzeitig.

Was sie tatsächlich anzeigt — und hier liegt der wichtigste Punkt: Die Leitfähigkeit misst nicht direkt Nährstoffe. Sie hängt vor allem ab von Tongehalt, Bodenfeuchte, Salzgehalt und Temperatur. In Mitteleuropa, wo Versalzung praktisch keine Rolle spielt, ist sie deshalb im Wesentlichen ein sehr guter Stellvertreter für Tongehalt und Wasserhaltevermögen. In ariden Ländern misst dieselbe Methode dagegen überwiegend Salz — Literatur von dort ist nicht übertragbar.

Warum sie trotzdem so nützlich ist: Sie liefert in einer Überfahrt ein hochauflösendes Bild der Bodenvariabilität — Zehntausende Messpunkte je Hektar statt weniger Bodenproben. Daraus lassen sich Bewirtschaftungszonen ableiten, die weit realistischer sind als starre Raster.

Der eigentliche wirtschaftliche Gewinn liegt in der gezielten Beprobung: Statt blind im Raster zu ziehen, werden Bodenproben nach Zonen genommen. Das liefert bei gleicher Probenzahl deutlich aussagekräftigere Werte, weil innerhalb einer Zone tatsächlich ähnliche Verhältnisse herrschen.

Wichtig für die Interpretation: Absolutwerte sind kaum vergleichbar, weil die Messung von der Bodenfeuchte am Messtag abhängt. Aussagekräftig ist das relative Muster innerhalb des Schlages — und das bleibt über Jahre stabil, weil der Tongehalt sich nicht ändert. Ein Scan hält deshalb sehr lange.

Häufige Fragen

Was misst die elektrische Leitfähigkeit des Bodens?

In Mitteleuropa vor allem Tongehalt und Wasserhaltevermögen — nicht direkt Nährstoffe.

Wozu dient ein Bodenscan?

Zur Abgrenzung von Bewirtschaftungszonen und zur gezielten Bodenprobenahme statt blinder Rasterbeprobung.

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