DE

Die Texte auf dieser Website entstehen mit Hilfe künstlicher Intelligenz. So arbeiten wir

Imkerei

Smoker

Auch: Rauchbläser, Imkerpfeife

Der Smoker erzeugt kühlen, dichten Rauch, den der Imker vor dem Öffnen ins Flugloch und unter den Deckel bläst, um das Volk ruhig zu stellen.

Der Smoker besteht aus einem Brennbehälter aus Edelstahl oder verzinktem Blech, einem Blasebalg aus Leder oder Kunststoff und einer Düse. Durch Schwelen organischen Materials — Sackleinen, Sisal, Hobelspäne, Heu, getrockneter Buchenschwamm — entsteht dichter, kühler Rauch. Er sollte 50 bis 60 °C nicht überschreiten; zu heißer Rauch versengt die Bienen und bewirkt das Gegenteil von Ruhe.

Die Wirkung ist physiologisch: Die Bienen deuten den Rauch als Waldbrandsignal und beginnen, Honig aus den Waben aufzunehmen — instinktive Vorbereitung auf das Verlassen des Nestes. Mit voller Honigblase stechen sie schlechter und reagieren weniger auf Reize. Zusätzlich überdeckt der Rauch das Alarmpheromon Isopentylacetat.

Richtig angewendet heißt: zwei bis drei Stöße ins Flugloch, kurz warten, dann beim Abheben des Deckels sparsam nachgeben. Zu viel Rauch stresst das Volk und stört die Duftorientierung. Ideal ist dichter, weißer, kühler Rauch; dünner, heißer, grauer Rauch ist wirkungslos.

Nach jedem Einsatz wird der Smoker gereinigt, weil Teerrückstände die Düse zusetzen. Zum Löschen wird die Düse verschlossen, damit die Glut von selbst erstickt — offenes Ausleeren ist besonders in trockenen Sommern eine Brandgefahr.

← Zurück zum Glossar