DE

Die Texte auf dieser Website entstehen mit Hilfe künstlicher Intelligenz. So arbeiten wir

Präzisionslandwirtschaft

Controlled Traffic Farming (CTF)

Auch: CTF, kontrollierte Spurführung, feste Fahrgassen

Beim Controlled Traffic Farming fahren alle Maschinen — Traktor, Feldspritze, Mähdrescher — dauerhaft in denselben festen Spuren. Der übrige Schlag bleibt unbefahren und damit unverdichtet.

Controlled Traffic Farming (CTF) verfolgt einen einfachen Gedanken: Die von Rädern verdichtete Fläche wird auf feste, dauerhaft genutzte Fahrgassen begrenzt. Alle Maschinen fahren in denselben Spuren, der übrige Schlag wird nie befahren.

Voraussetzungen:

  • RTK-Lenkung mit Zentimetergenauigkeit — ohne sie treffen die Räder die Spur nicht zuverlässig.
  • Abgestimmte Arbeitsbreiten — sie müssen ganzzahlige Vielfache voneinander sein, etwa 12 m Sämaschine, 12 m Schneidwerk und 36 m Feldspritze.
  • Einheitliche Spurweite aller Maschinen — üblich sind 2,25 m oder 3,00 m.

Vorteile:

  • 60 bis 80 % weniger verdichtete Fläche.
  • 5 bis 15 % höhere Erträge durch bessere Bodenstruktur zwischen den Spuren.
  • Geringerer Kraftstoffbedarf — weniger Aufwand zur Lockerung verdichteter Böden.
  • Bessere Wasserinfiltration und dadurch weniger Erosion.

Nachteile:

  • Hohe Anfangsinvestition — RTK-System und die Vereinheitlichung des Maschinenparks (Spurweite, Arbeitsbreiten) können mehrere zehntausend Euro kosten.
  • Bindung beim Maschinenwechsel — jede neue Maschine muss ins Spurmaß passen.
  • Große, möglichst regelmäßig geschnittene Schläge sind Voraussetzung für die Wirtschaftlichkeit; in kleinstrukturierten Regionen ist CTF deshalb kaum verbreitet.

In Mitteleuropa findet sich CTF vor allem in Ostdeutschland mit seinen großen Schlägen, während es in Süddeutschland und Österreich die Ausnahme bleibt.

← Zurück zum Glossar