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Ackerbau

Walzen

Auch: Rückverfestigen, Anwalzen

Das Walzen verfestigt die Bodenoberfläche nach der Saat und stellt den Kapillaranschluss des Saatkorns her.

Beim Walzen wird die Bodenoberfläche mit einer Walze angedrückt. Der eigentliche Zweck ist nicht das Einebnen, sondern der Kapillaranschluss: Erst wenn das Saatkorn festen Kontakt zum Boden hat, kann Wasser aus tieferen Schichten nach oben zum Korn nachziehen. Auf einem zu lockeren Saatbett verdorrt der Keimling trotz Bodenfeuchte im Untergrund.

Weitere Wirkungen sind das Andrücken von Steinen — wichtig vor der Mähdrusch- und der Futterernte, damit Steine nicht ins Schneidwerk geraten —, das Einebnen für einen ruhigen Maschinenlauf und die Frostschutzwirkung bei Wintergetreide, weil angedrückte Pflanzen weniger aufgefroren werden.

Bauarten: Die glatte Walze verdichtet flächig, wird aber bei Nässe schmierig; die Cambridge-Ringwalze hinterlässt eine gerippte Oberfläche, die Erosion und Verschlämmung bremst; die Prismenwalze verfestigt streifenweise tiefer. Im Grünland dient das Frühjahrswalzen dem Andrücken der Grasnarbe nach dem Winter und dem Einebnen von Maulwurfshügeln — Erde in der Silage bedeutet Buttersäurebakterien und damit verdorbene Gärung.

Nicht walzen sollte man bei zu nassem Boden — dann verschlämmt die Oberfläche und es entsteht eine Kruste, die den Aufgang behindert.

Häufige Fragen

Wozu dient das Walzen?

Es stellt den Kapillaranschluss des Saatkorns her, ebnet die Oberfläche ein und drückt Steine an.

Wann wird gewalzt?

Meist unmittelbar nach der Saat sowie im Frühjahr im Grünland und bei Wintergetreide nach dem Auffrieren.

Externe Quelle: Wikipedia: Walze
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