Leasing und Darlehen
Leasing und Darlehen sind die beiden Wege, eine Maschine zu finanzieren. Leasing ist die Nutzungsüberlassung gegen Rate, das Darlehen ein Bankkredit — sie unterscheiden sich in Eigentum, Bilanzwirkung und Flexibilität.
Für die Finanzierung von Landmaschinen stehen im Wesentlichen drei Wege offen:
Finanzierungsleasing — die Leasinggesellschaft bleibt Eigentümerin, der Betrieb zahlt Raten und übernimmt die Maschine am Ende zum Restwert.
Operating Leasing (Mietkauf ohne Übernahme) — reine Nutzungsüberlassung über drei bis fünf Jahre, die Maschine geht danach zurück. Der Betrieb trägt kein Restwertrisiko.
Investitionsdarlehen — ein klassischer Bankkredit; die Maschine gehört sofort dem Betrieb und dient als Sicherheit.
| | Finanzierungsleasing | Operating Leasing | Darlehen |
|---|---|---|---|
| Eigentum während der Laufzeit | Leasinggeber | Leasinggeber | Betrieb |
| Eigentum danach | Betrieb (Restwert) | Leasinggeber | Betrieb |
| Bilanz | je nach Gestaltung außerhalb | außerhalb | aktiviert, Abschreibung |
| Anzahlung | 0 bis 30 % | 0 bis 30 % | 0 bis 20 % |
| Restwertrisiko | beim Betrieb | beim Leasinggeber | beim Betrieb |
| Laufzeit | 24 bis 84 Monate | 24 bis 60 Monate | 12 bis 96 Monate |
| Flexibilität | gering, Vorfälligkeit teuer | gering | höher, Umschuldung möglich |
Zur Einordnung:
- Das Finanzierungsleasing ist in der Landwirtschaft der häufigste Weg — planbare Raten, kein Eigenkapitaleinsatz.
- Das Darlehen lohnt bei hohem Eigenkapitalanteil und langfristig genutzten Maschinen, weil die Gesamtzinslast meist niedriger liegt.
- Das Operating Leasing passt für Lohnunternehmen, die Maschinen intensiv nutzen und regelmäßig erneuern.
Förderdarlehen sollten stets geprüft werden: In Deutschland bietet die Rentenbank zinsverbilligte Programme für Landwirtschaft, Wachstum und Energieeffizienz, in Österreich gibt es die Agrarinvestitionskredite (AIK) mit Zinsenzuschuss. Beide liegen regelmäßig unter den Konditionen der Herstellerbanken.
Herstellerfinanzierung (John Deere Financial, CNH Capital, AGCO Finance) wirbt häufig mit Aktionszinsen auf Neumaschinen. Der niedrige Zins wird jedoch gelegentlich über einen geringeren Nachlass auf den Kaufpreis gegenfinanziert — beides sollte deshalb immer zusammen verhandelt und gegen ein Bankangebot gerechnet werden.