DAP (Diammonphosphat)
DAP (Diammonphosphat) ist ein granulierter Dünger mit 18 % Stickstoff und 46 % Phosphat (P₂O₅) — die wichtigste konzentrierte Phosphorquelle im Ackerbau.
DAP ist ein hochkonzentrierter Phosphatdünger (Diammonphosphat, chemisch (NH₄)₂HPO₄) mit 18 % N und 46 % P₂O₅. Hergestellt wird er aus Phosphorsäure und Ammoniak.
Anwendung:
- Unterfußdüngung zur Saat — 100 bis 200 kg/ha, mit dem Saatgut in die Reihe abgelegt. Der hohe Phosphatanteil fördert die Wurzelentwicklung der Jungpflanze, besonders bei Mais auf kalten Frühjahrsböden.
- Herbstdüngung zu Wintergetreide — 150 bis 300 kg/ha, eingearbeitet. Phosphat ist im Boden kaum beweglich und wird deshalb tief und rechtzeitig abgelegt.
- Frühjahrsdüngung — seltener, da Phosphat an der Oberfläche wenig wirksam ist.
Eigenschaften:
- Leicht saure Reaktion in der Rhizosphäre — günstig auf neutralen bis leicht alkalischen Böden.
- Hohe Wasserlöslichkeit — sofort pflanzenverfügbar, anders als bei Rohphosphaten.
- Preis: je nach Marktlage etwa 550 bis 800 €/t.
‼️ Auf alkalischen Böden (pH über 7,5) geht Phosphat rasch in schwer lösliche Calciumverbindungen über und wird unwirksam. Dort ist MAP (Monoammonphosphat) mit seiner stärker sauren Reaktion die bessere Wahl.
Zu beachten ist außerdem die Düngeverordnung: Die Phosphatdüngung ist an den Bodengehalt gebunden — bei hoher Versorgungsstufe darf nur noch die Abfuhr ersetzt werden, in Gebieten mit Phosphatbelastung gelten zusätzliche Einschränkungen.